We welcome abstracts of approximately 700–1,000 words from various academic fields (History Education, History, Education/Pedagogy, Social Sciences, Indigenous Studies, Psychology, Philosophy etc.) engaging with history education. Proposals should be submitted together with a brief biographical note and publication list by 31st of May 2026 to the editors via email: christoph.kuehberger@plus.ac.at; bongani.shabangu@nwu.ac.za.
Autor: Dominik Sauerländer
Neu erschienen: Dossier «Schule, Religion und Säkularisierung: konfessionelle und säkulare Perspektiven», Recherches en éducation, Nr. 61
Herausgegeben von Jean-Charles Buttier und Anne-Claire Husser
Die in dieser Ausgabe gesammelten Artikel hinterfragen die Modalitäten der Schulbehandlung von Religion in Kontexten, die von Säkularisierung und demokratischen Forderungen geprägt sind. Aus vergleichender (Frankreich, Schweiz, Italien, Belgien) und multidisziplinärer Perspektive (die historische, soziologische, didaktische und philosophische Ansätze kombiniert) untersuchen sie, wie Bildungssysteme – säkular, konfessionell oder neutral – die Vermittlung von Wissen, bedingtem Pluralismus und Anforderungen an Wissenschaft durch Bildungspolitik und Lehrpraktiken im Bereich der Bürgerbildung und des religionsbezogenen Unterrichts artikulieren. Weit entfernt von einer eindeutigen Lesart des Austritts aus der Religion verdeutlichen diese Beiträge die Komplexität der Dynamiken der Säkularisierung in demokratischen Schulen.
Inhalt
Jean-Charles Buttier und Anne-Claire Husser: Leitartikel – Schulkonfigurationen der Religion im Kontext der Säkularisierung
Guillaume Silhol: Politisierung und Requalifizierung der «religiösen Kultur»: Eine Soziologie pädagogischer Kontroversen über den Religionsunterricht in Italien (1974–1984)
Diane-Sophie Girin: «Muslim zu sein heißt, sein Land zu lieben.» Religionsunterricht und Bürgerbildung an muslimischen Grundschulen
Valérie Opériol: Wie geht man in der Grundschule in einem säkularen Kontext mit Religionen um: Ziele, Schwierigkeiten, Widersprüche?
Claire Placial: Die Bibel auf Französisch in öffentlichen Schulen lesen. Vergleichende Ansätze (Frankreich, Belgien)
Frédéric Mole: Soziale Gerechtigkeit am Horizont einer Moral ohne Gott: die Mutationen des Heiligen in Ferdinand Buisson
Anne-Claire Husser und Jean-Charles Buttier: Der Platz des Heiligen in einer pluralistischen Schule: Politische und didaktische Fragen
Neuerscheinung: Enseigner l’histoire au primaire et au secondaire. Objets, fondements et modalités d’une « didactique de l’enquête »
Welche Gegenstände kann man im Geschichtsunterricht unterrichten? Welche erkenntnistheoretischen, pädagogischen und psychopädagogischen Grundlagen unterstützen die zeitgenössischen Orientierungen im Geschichtsunterricht? Welche Wege kann der Lehrer einschlagen, um Geschichte in Übereinstimmung mit diesen Orientierungen zu lernen? Wie gestaltet man eine Unterrichtssequenz?
Das Ziel der kürzlich erschienenen Publikation von Jean-Louis Jadoulle ist es, eine neue Sichtweise auf diese und weitere zentrale Fragen des Geschichtsunterrichts vorzuschlagen und so Lehrkräften sowohl der Primar- als auch der Sekundarstufe praktische Handlungsmöglichkeiten zu präsentieren, die dem Stand des Wissens in der Didaktik der Geschichte und den in den wichtigsten Bildungssystemen in der Frankophonie geltenden Programmen entsprechen.
Zukünftige Grund- und Sekundarschullehrer finden hier Ressourcen, um ihre beruflichen Fähigkeiten zu entwickeln, und ihre Ausbilder unterstützen ihren Unterricht.
Weitere Informationen auf der Website des Verlags: https://www.editionsjfd.com/boutique/sciences-de-leducation-1231/enseigner-lhistoire-au-primaire-et-au-secondaire-11836
Neuerscheinung: Le temps historien comme objet d’enseignement-apprentissage
Die Konzepte der historischen Methode, des historischen Denkens, der historischen Literatur und des historischen Bewusstseins sind seit mehr als drei Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher Arbeiten, sowohl in der englischsprachigen als auch in der französischsprachigen Welt. Dagegen ist die historische oder historische Zeit sehr selten Gegenstand der Aufmerksamkeit von Forschern in der Didaktik der Geschichte.
Ziel des bald erscheinenden Buches von Jean-Louis Jadoulle, Gaël Pirard und Sarah Lapré ist es, eine Definition der historischen Zeit als Gegenstand des Lehrens und Lernens vorzuschlagen. Diese Definition basiert auf den Arbeiten epistemologischer Natur, die von Historikern und Didaktikern der Geschichte, hauptsächlich in der Frankophonie und in der angelsächsischen Welt, durchgeführt wurden. Sie stützt sich auch auf eine Neuinterpretation des Denkens von vier repräsentativen Figuren der westlichen philosophischen Tradition (Aristoteles, heiliger Augustinus, Kant, Heidegger) und den Forschungen des Philosophen und Epistemologen Paul Ricœur. So auf einer vierfachen Grundlage, philosophisch, historisch, erkenntnistheoretisch und didaktisch, wird das Konzept der historischen Zeit endlich operationalisiert, um es den Lehrern zu ermöglichen, den Unterricht zu planen und den Forschern, sich ihm als Untersuchungsobjekt zu nähern.
Mehr Informationen auf der Website des Verlags: https://www.pulaval.com/livres/le-temps-historien-comme-objet-d-enseignement-apprentissage
Call for Papers DH 13/ 2027 ist publiziert
Das Dossier der 13. Ausgabe der Didactica Historica ist dem Thema Magie in der Geschichte gewidmet. Magie wird dabei als mehrdeutiger Begriff betrachtet, der mit Illusionismus, Aberglauben und Spiritualität verbunden ist und sowohl heilige als auch transzendente Aspekte umfasst. Historisch hatte Magie ja bedeutende gesellschaftliche Auswirkungen, nicht zuletzt wegen der Verfolgung von Menschen wegen Hexerei. Sie wird aber auch als Kunst beschrieben, die unerklärliche Phänomene hervorbringt und sich aus dem Glauben an übernatürliche Kräfte nährt. Im 19. Jahrhundert schwankte die westliche Welt zwischen Ablehnung und Faszination für Magie, wobei sie oft als Scharlatanerie abgewertet wurde. Magie hat auch in der modernen Zeit, insbesondere durch neue Technologien, eine Renaissance erlebt, die das magische Denken neu belebt hat.
Neben dem Dossier sind auch Vorschläge für die üblichen Rubriken (Geschichtsdidaktische Forschung, Erfahrungsberichte und Unterrichtsmaterialien, Buchbesprechungen) erwünscht.
Alle Informationen finden sich im CfP unten sowie in den redaktionellen Richtlinien auf der Website der CODHIS (unter Schreiben für DH)
Termine:
- Eingabefrist für Publikationsvorschläge: Montag, 16. März 2026
- Frist für die Antwort des Redaktionskomitees: Freitag, 27. März 2026
- Eingabefrist für die Beiträge: Freitag, den 3. Juli 2026
- Die Redaktion behält sich vor, zu spät eingereichte Texte abzulehnen.
CfP «Open topic» für Issue 4 des Journals «Historical Thinking, Culture, and Education»
Historical Thinking, Culture, and Education (HTCE) is a peer-reviewed, open-access, scholarly journal that seeks to enhance the study of the creation, appropriation, and dissemination of historical knowledge and culture in formal and non-formal educational settings. After three issues with defined themes, the journal is opening a general call for papers. Deadline for submissions is April 30th, 2026.
Link zum ausführlichen Call: https://eterna.unibas.ch/htce/cfp4
Nationale Wanderausstellung zur Geschichte fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Ende Oktober 2025 startete in Lausanne die nationale Wanderausstellung «VERSORGT. VERDINGT. VERGESSEN?». Sie beleuchtet die Schweizer Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen sowie ihrer Aufarbeitung und trägt sie in alle Landesregionen.
Die Ausstellung gibt Einblick in persönliche Lebensgeschichten von Betroffenen, zeichnet den langen Weg der politischen Aufarbeitung nach und vermittelt die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung. Sie zeigt, wie die Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen organisiert und legitimiert wurden, und welche Folgen sie bis heute haben.
Die Ausstellung ist Teil der offiziellen Aufarbeitung der Geschichte von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Schweiz und findet im Rahmen des Programmes des Bundes «erinnern für morgen» statt.
Tourneestationen der Ausstellung
- November 2025 – März 2026: Musée Historique Lausanne
- April – Oktober 2026: Museum Luzern
- Dezember 2026 – Mai 2027: Museum Allerheiligen Schaffhausen
- Mai – Oktober 2027: Castelgrande Bellinzona
- November 2027 – Februar 2028: Kornhausforum Bern
Aufruf zur Heftherausgabe „Zeitschrift für Geschichtsdidaktik“ Jahresausgabe 2027
Abgabetermin für ein Exposé zum Heftvorschlag: 28.02.2026
Abgabetermin für komplette Manuskripte: 30.11.2026
Die „Zeitschrift für Geschichtsdidaktik“ (ZfGD) wird von der Konferenz für Geschichtsdidaktik e.V. herausgegeben und ist das herausgehobene Publikationsorgan für wissenschaftliche Debatten der Didaktik der Geschichte im deutschsprachigen Raum.
Für das Jahresheft 26 (2027) bitten wir um Vorschläge für die Betreuung eines thematischen Schwerpunktes. Ein solcher Vorschlag ist grundsätzlich thematisch nicht eingeschränkt. Er sollte sich innovativen Forschungsfeldern der Didaktik der Geschichte widmen und die Möglichkeit bieten, im Rahmen der geschichtsdidaktischen Arbeitsfelder der Theorie, Empirie und Pragmatik diskutierbar zu sein.
Bisherige Themenschwerpunkte der ZfGD finden sich hier.
Vorschläge können von Mitgliedern der Konferenz für Geschichtsdidaktik e.V. eingereicht werden, die über eine akademische Lebenszeitstelle verfügen. Es können bis zu zwei weitere promovierte Mit-Herausgeber/innen hinzukommen.
Man bittet um aussagekräftige Vorschläge in Form von Exposés im Umfang von maximal 6.000 Zeichen bis zum 28.02.2026, die folgendermaßen aufgebaut sein sollten:
• kurze Angaben zu den einreichenden Personen
• Skizzierung des Themenschwerpunktes und Einordnung in geschichtsdidaktische Debatten
• daraus abgeleitet: mögliche Leitfragen für Einzelbeiträge
• Nennung zentraler Referenzliteratur (max. sechs Einzeltitel)
Entscheidungskriterien für die Auswahl von Heftvorschlägen sind:
• Relevanz, Originalität und Innovationscharakter in der Forschungs- und Diskussionslandschaft des Faches
• Verortung des Themas in den geschichtsdidaktischen Arbeitsfeldern der Theorie, Empirie und Pragmatik
• mögliche Aufmerksamkeit auch über den engeren Kreis der Wissenschaft hinaus
• Vorarbeiten und Kompetenzen der potentiellen Herausgeber/innen
Mit der Zusage über die Annahme des Themenvorschlags ist die Ko-Herausgabe des Jahresheftes gemeinsam mit dem Vorstand der Konferenz für Geschichtsdidaktik verbunden. Die Einzelbeiträge für das Themenheft werden über einen offenen Call for Articles eingeworben, die eingereichten Manuskripte einem double blind peer review-Verfahren unterzogen. Bitte beachten Sie, dass seit der Jahresausgabe 2026 bei zwei stark voneinander abweichenden Gutachten (eines plädiert für uneingeschränkte Annahme, eines für Ablehnung) die Hinzunahme eines Drittgutachtens erprobt wird.
Es wird gebeten, sich vor Einreichen Ihres Vorschlags mit dem Vorstand (s.u.) in Verbindung zu setzen, um bereits vorab die konkrete Arbeitsaufteilung und den für das spätere Heft verbindlichen Zeitplan zu besprechen. Entscheidungen bis ca. Mitte März 2026.
Ansprechperson im Vorstand ist: Dr. Andreas Hübner, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, ahuebner@histosem.uni-kiel.de
Early Career Researcher-Tagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik 2027
Dem Aufruf des KGD-Vorstands im letzten Newsletter folgend, liegt nun ein Vorschlag aus Münster für die Ausrichtung der nächsten Early Career Researcher-Tagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik im Jahr 2027 vor. Über diesen Vorschlag werden wir auf der Zweijahrestagung der KGD im Rahmen der Mitgliederversammlung entscheiden. Dies sind die grundlegenden Informationen:
Themenvorschlag: Erkenntnisinteressen geschichtsdidaktischer Forschung
Tagungsort: Institut für Didaktik der Geschichte, Universität Münster
Termin: März 2027
Ansprechpersonen: Saskia Handro und Holger Thünemann
Plädoyer für die historische Bildung
«Historische Bildung ist kein Luxus, sondern ein Fundament unserer Gesellschaft.»
Mit dieser programmatischen Feststellung beginnt das Plädoyer für die historische Bildung, das die SGG-Kommission «Historische Bildung» verfasst hat und vom Vorstand der SGG verabschiedet wurde.
Der bisherige politische Prozess zum Projekt «Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität» (WEGM) hat gezeigt, dass historische Bildung zwar eine breite Unterstützung geniesst, die sämtliche politischen Lager umfasst, der gesellschaftliche und politische Wert der historischen Bildung aber immer aufs Neue erklärt werden muss. Das Plädoyer dient deshalb als Grundsatzerklärung der SGG zur historischen Bildung und soll als zeitloses Argumentarium dienen, um die historische Bildung in aktuellen und zukünftigen Bildungsreformen zu stärken.
Besonderen Wert wird auf die Bedeutung der historischen Bildung für das Funktionieren unserer Demokratie, dem Wert der im Geschichtsunterricht vermittelten Kompetenzen für den Arbeitsmarkt sowie der Rolle der historischen Bildung in einer sich globalisierenden, zunehmend digitalen Welt gelegt. Historische Bildung, so ein Grundgedanke des Plädoyers, muss demnach wissenschaftlich fundiert, politisch ausgewogen, eigenständig und kritisch gegenüber Ideologien sein. Nur so vermag Geschichte Brücken zwischen unterschiedlichen politischen Lagern zu bauen.
Für Auskünfte und Nachfragen steht Kommissionspräsident PD Dr. Kijan Espahangizi gerne zur Verfügung (kijan.espahangizi@hist.uzh.ch).