Stellenausschreibung: Advanced Researcher im Bereich Geschichte und Medienbildung 20%an der PH Zürich

Per 1. Oktober 2026 oder nach Vereinbarung, befristet auf 3 Jahre.

Die PH Zürich gestaltet Bildung, Schule und Unterricht von heute und morgen in Lehre und Forschung aktiv mit. Das Zentrum «Bildung und Digitaler Wandel» untersucht, wie sich der digitale Wandel auf Bildung, Unterricht und Lernen auswirkt und wie sich digitale Entwicklungen im Bildungskontext gestalten lassen. Diese Fragen werden im Rahmen von drei Forschungsschwerpunkten bearbeitet: «Education and Digital Society», «Digital Learning and Teaching» und «Computing Skills and Education».

Im Rahmen des von der Digitalisierungsinitiative Zürich geförderten Kooperationsprojekts «LUDIC CULTURE HUB: Towards an Interdisciplinary Game Competence Center for Play, Design, Art, Education and Research» ist eine Stelle als Forscher:in zu besetzen.

Das Projekt untersucht, wie digitale Spiele und andere ludische Szenarien historisches Entscheiden bei Schüler:innen und Studierenden fördern können. Dazu werden kommerzielle historische Spiele und eigens entwickelte Unterrichtsszenarien hinsichtlich ihres Potenzials, kontextbezogenes Denken, das Abwägen von Zielkonflikten und kontrafaktische Sensibilität zu fördern, untersucht.

Bewerbung bis 16. September 2026 

Weitere Informationen und Link zur Bewerbungsplattform: https://apply.refline.ch/590724/1479/pub/1/index.html

Stellungnahme der KGD zur Wissenschaftlichkeit als Fundament historischen Lernens

Die Konferenz für Geschichtsdidaktik setzt sich für wissenschaftliche Standards für die historische Bildung ein. Sie hat dazu Anfang Juli 2026 eine Stellungnahme zu aktuellen Entwicklungen in der Politik, die zum Beispiel auf der ultrarechten Seite der bundesdeutschen Politik vertreten werden. 

Link zum Text: https://www.historicum.net/fileadmin/user_upload/5_disziplinen/6_didaktik/1_kgd/1_pdfs/news/2026/26-07-07_Sommer_2026_Stellungnahme_KGD.pdf

Ausstellung: Bankenland Schweiz

Die Schweiz ist einer der bedeutendsten Finanzplätze der Welt. Eine Ausstellung im Landesmuseum Zürich zeigt noch bis zum 8. November, wie sich das Schweizer Bankensystem vom mittelalterlichen Geldverleih bis zum digitalen Zahlungsverkehr entwickelte. Und sie zeigt auch, wie das Vertrauen in Krisen erschüttert werden kann.   

Für die Sekundarstufen I und II sind interessante Angebote wie Führungen, ein digitaler Rundgang (actionbound) und ein Begleitdossier verfügbar.

Link zur Website der Ausstellung: https://www.landesmuseum.ch/bankenland#panel-item-3

Ausschreibung Professur Geschichtsdidaktik

An der PH Zürich ist eine zweite Professur für «Didaktik Geschichte» 80-100% per 1. Juli 2027 oder nach Vereinbarung ausgeschrieben.

Die Stelle Professor:in «Didaktik Geschichte» ist in der Abteilung Sekundarstufe I, Bereich Geografie, Geschichte, Religion und Kultur(GRK) angesiedelt. 

Schwerpunkte: Forschung im Bereich der Geschichtsdidaktik, des historischen Lehrens und Lernens sowie der Geschichtskultur; Entwicklung innovativer, interdisziplinärer Ansätze und Lernumgebungen mit besonderer Berücksichtigung von aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. 

Die Stelle umfasst mindestens 40% in der Ausbildung und 40% in der Forschung.

Fachstelle Erinnerungskultur

Die vom Stadtrat Zürich verabschiedete «Strategie Erinnerungskultur» bildet erstmals eine Grundlage für den Umgang von Stadtrat und Verwaltung mit erinnerungskulturellen Themen und Anliegen. Zur Umsetzung der Strategie und den damit verbundenen Massnahmen werden per 1. Oktober 2026 oder nach Vereinbarung zwei fachlich versierte und engagierte Persönlichkeiten zum Aufbau und zur Führung der neuen Fachstelle Erinnerungskultur gesucht.

Die Fachstelle Erinnerungskultur dient als Anlaufstelle für interne und externe Anspruchsgruppen, koordiniert und vernetzt städtische Akteur*innen und Projekte im Bereich Erinnerungskultur und setzt verschiedene Massnahmen um.

Bewerbung bis 2. Juli 2026. Alle Informationen zur Ausschreibung finden sich hier.

Tagungsbericht: KI in Forschung und Vermittlung: Geschichte der Zukunft?

Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie Geschichte erforscht, gelehrt und gelernt wird. Die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für das historische Denken und Arbeiten thematisierte die Veranstaltung «KI in Forschung und Vermittlung: Geschichte der Zukunft?», organisiert vom Digital History Lab der Universität Zürich und dem Digital Learning Hub Sek II des Zürcher Berufs- und Mittelschulamts.

Laura Bitterli (Zürich) geht in ihrem Tagungsbericht auf die thematisierten Möglichkeiten und Grenzen von KI im gymnasialen und universitären Unterreicht ein und differenziert u.a. ko-konstruktive und generative Nutzungsformen. Dabei wird deutlich, dass die Quellen- und Medienkritik, eine Kernkompetenz der Historikerinnen und Historiker, auf neue Technologien ausgeweitet und die Auseinandersetzung mit KI-Tools im Unterricht vertieft werden müssen. 

Bitterli, Laura: KI in Forschung und Vermittlung: Geschichte der Zukunft?, infoclio.ch Tagungsberichte, 01.05.2026. Online: <https://www.doi.org/10.13098/infoclio.ch-tb-0407>.

Neue Publikation zu Prüfungen im Geschichtsunterricht

Gautschi, Peter; Gibson, Lindsay; Van Nieuwenhuyse, Karel; Wojdon, Joanna (Hrsg.) (2026): Putting History to the Test. History Exams Around the World. Frankfurt/M.: Wochenschau Verlag.

Frei zugänglich: https://www.wochenschau-verlag.de/Putting-History-to-the-Test/41760

Prüfungen spielen im Geschichtsunterricht eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen, wie Geschichte in Schulen vermittelt und gelernt wird. Prüfungen dienen als summative Bewertungen, geben den Lernenden formatives Feedback darüber, wo sie im Lernprozess stehen, und sie haben für die Beteiligten und das Umfeld diagnostische und prognostische Funktionen. Den Lehrpersonen geben sie Auskunft darüber, wo und wie sie ihren Unterricht qualitativ verbessern können, und sie dienen der Rechenschaftslegung im System.

In diesem Buch analysieren Expertinnen und Experten aus Ländern auf fünf Kontinenten 28 Geschichtsprüfungenhinsichtlich ihrer Ziele, ihrer Gestaltung, des Wissens und der Fähigkeiten, die sie bewerten, sowie ihrer Auswirkungen auf den Geschichtsunterricht und das Lernen von Geschichte. Diese englischsprachige Publikation füllt eine Leerstelle in der internationalen Geschichtsdidaktik und gibt spannende Einblicke in die Geschichtsbildung auf der ganzen Welt.

Koloniale Verflechtungen der Schweiz

Rohseide bei der Verschiffung in Yokohama. Fotografie aus Erinnerungsalbum der Firma Desco, zwischen 1920 und 1940 (Zentralbibliothek Zürich, Hs AR l: 50, Nr. 22).

Das Historische Lexikon der Schweiz HLS widmet der kolonialen Vergangenheit der Schweiz ein umfassendes Projekt, für das zahlreiche Artikel neu verfasst oder überarbeitet wurden. Wichtig sind dabei auch neue Infografiken sowie die Einbettung von Videos. Neben aktuellem Wissen zu Schlüsselbegriffen bietet es Informationen zu Schweizer Personen und Familien, die global agierten.

Beiträge aus dem HLS werden auch in der Ausstellung «Kolonial. Globale Verflechtungen der Schweiz» verwendet. Die zuvor bereits in Zürich gezeigte Ausstellung ist jetzt im Château de Prangins zu sehen. Sie dauert vom 29.03.-11.10.2026.

Wir und der Krieg – Ausstellung im Landesmuseum Zürich

Das Landesmuseum in Zürich zeigt vom 17. April 2026 bis zum 17. Januar 2027 eine Sonderausstellung zum Thema Krieg in der Geschichte der Schweiz. Sie zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben. 

Krieg prägte das Schweizer Selbstverständnis stark.  Identitätsstiftende Mythen wie der Rütlischwur, interne Konflikte wie der Bauernkrieg von 1653 und der Sonderbundskrieg von 1847 sowie die Bedrohung im Zweiten Weltkrieg spielten dabei eine wichtige Rolle. Dazu kommen soziale und machtpolitische Implikationen, etwa durch den Waffen- und Söldnerhandel, Klassenkonflikte oder veränderte Geschlechterbilder.

Anhand von Objekten, Videoinstallationen und Dokumenten lädt die Ausstellung dazu ein, verbreitete Vorstellungen vom Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu hinterfragen.

Link zur Website: https://www.landesmuseum.ch/krieg