Nationale Wanderausstellung zur Geschichte fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Ende Oktober 2025 startete in Lausanne die nationale Wanderausstellung «VERSORGT. VERDINGT. VERGESSEN?». Sie beleuchtet die Schweizer Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen sowie ihrer Aufarbeitung und trägt sie in alle Landesregionen.

Die Ausstellung gibt Einblick in persönliche Lebensgeschichten von Betroffenen, zeichnet den langen Weg der politischen Aufarbeitung nach und vermittelt die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung. Sie zeigt, wie die Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen organisiert und legitimiert wurden, und welche Folgen sie bis heute haben.

Die Ausstellung ist Teil der offiziellen Aufarbeitung der Geschichte von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Schweiz und findet im Rahmen des Programmes des Bundes «erinnern für morgen» statt.

Tourneestationen der Ausstellung

  • November 2025 – März 2026:  Musée Historique Lausanne
  • April – Oktober 2026: Museum Luzern
  • Dezember 2026 – Mai 2027: Museum Allerheiligen Schaffhausen
  • Mai – Oktober 2027: Castelgrande Bellinzona
  • November 2027 – Februar 2028: Kornhausforum Bern

Plakatausstellung «LEBENSGESCHICHTEN»

Gemeinsam mit Kolleg:innen aus Deutschland und Österreich haben Dozierende von der PHLU und der PHSG die Plakatausstellung «LEBENSGESCHICHTEN» entwickelt. Sie stellt acht Zeitzeug:innen des gleichnamigen digitalen Lernangebots vor, die im Nationalsozialismus aus unterschiedlichen Gründen verfolgt worden sind. Die Plakate ermöglichen einen persönlichen Zugang zum Thema und ein inklusives Erinnern und können beispielsweise zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar eingesetzt werden.  Die Plakate in Druckauflösung und ein Guide für Lehrpersonen können als PDF hier herunterladen werden: 

https://netzwerkpublichistory.ch/projekte-produkte/lebensgeschichten

Weitere Informationen:

Ausstellung «kolonial – Globale Verflechtungen der Schweiz» im Landesmuseum Zürich

Basierend auf neusten Forschungsresultaten, anhand von konkreten Beispielen und illustriert mit Objekten, Kunstwerken, Fotografien und Dokumenten bietet die Ausstellung im Landesmuseum Zürich erstmals einen umfassenden Überblick über die koloniale Verflechtungsgeschichte der Schweiz. Mit Aktualitätsbezügen geht sie ausserdem der Frage nach, was das koloniale Erbe für die Schweiz der Gegenwart bedeutet.

Die Ausstellung ist offen bis am 19. Januar 2025.

https://www.landesmuseum.ch/kolonial

Anne Frank und die Schweiz

Anne Frank. Bildquelle: http://www.annefrank.org/nl/Anne-Frank/De-nazis-bezetten-Nederland/Naar-het-Joods-Lyceum/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68542166

Im Landesmuseum ist die Wechselausstellung «Anne Frank und die Schweiz» zu sehen. Sie zeigt, u.a. wie das weltberühmte Tagebuch von der Schweiz aus Verbreitung fand. Ausserdem fragt die Ausstellung danach, was passiert, wenn die letzten Stimmen der inzwischen hochbetagten Holocaust-Überlebenden verstummen.

Für Schulen der Sekundarstufen I und II gibt es Unterrichtsmaterialien und Führungen. Für Schulklassen ab dem 9. Schuljahr bietet das Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich ergänzend den Quellenworkshop «Flucht in die Schweiz?» an. Das Angebot ist kostenlos, die Platzzahl beschränkt. Weitere Informationen unter www.afz.ethz.ch

Ein Blick auf die Website der Ausstellung lohnt sich auch wegen der verlinkten Blogs und Videobeiträge.