Die Konzepte der historischen Methode, des historischen Denkens, der historischen Literatur und des historischen Bewusstseins sind seit mehr als drei Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher Arbeiten, sowohl in der englischsprachigen als auch in der französischsprachigen Welt. Dagegen ist die historische oder historische Zeit sehr selten Gegenstand der Aufmerksamkeit von Forschern in der Didaktik der Geschichte.
Ziel des bald erscheinenden Buches von Jean-Louis Jadoulle, Gaël Pirard und Sarah Lapré ist es, eine Definition der historischen Zeit als Gegenstand des Lehrens und Lernens vorzuschlagen. Diese Definition basiert auf den Arbeiten epistemologischer Natur, die von Historikern und Didaktikern der Geschichte, hauptsächlich in der Frankophonie und in der angelsächsischen Welt, durchgeführt wurden. Sie stützt sich auch auf eine Neuinterpretation des Denkens von vier repräsentativen Figuren der westlichen philosophischen Tradition (Aristoteles, heiliger Augustinus, Kant, Heidegger) und den Forschungen des Philosophen und Epistemologen Paul Ricœur. So auf einer vierfachen Grundlage, philosophisch, historisch, erkenntnistheoretisch und didaktisch, wird das Konzept der historischen Zeit endlich operationalisiert, um es den Lehrern zu ermöglichen, den Unterricht zu planen und den Forschern, sich ihm als Untersuchungsobjekt zu nähern.
Mehr Informationen auf der Website des Verlags: https://www.pulaval.com/livres/le-temps-historien-comme-objet-d-enseignement-apprentissage

