Manuskript Geschichtsdidaktik, eine eigenständige Dispziplin

Der Vorstand der DGGD publiziert 2021 eine Überblicksdarstellung zur Geschichtsdidaktik in der deutschsprachigen Schweiz. Die Beiträge der Mitglieder der DGGD präsentieren die Geschichtsdidaktik als eigenständige, theoriebasierte Wissenschaft, stellen die die Disziplin tragende Community vor, präsentieren die unterschiedlichen Elemente ihrer Institutionalisierung und geben einen Überblick über die Grundlagen ihres Wissens bzw. ihrer Theoretisierung, die damit verbundene Forschung und Entwicklung.

Die Publikation erfolgt vorerst kapitelweise. Nach Abschluss aller Kapitel wird die Publikation auch als Ganzes hochgeladen werden.

  1. Einleitung
  2. Die Mitglieder der DGGD: berufsbiographische und institutionelle Homogenität?
  3. Die Herausbildung der Strukturen einer wissenschaftsbasierten Geschichtsdidaktik in der deutschsprachigen Schweiz

Dufour im Web

Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo hat Ende 2020 aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums der Dufourkarte eine neue Webapplikation lanciert. Unter www.swisstopohistoric.ch werden die Produktionsgeschichte, die politischen Hintergründe und die Rezension des Kartenwerks in kleinen Beiträgen auf einer interaktiven Karte vermittelt. Die Entstehung der Topographischen Karte der Schweiz im Massstab 1:100’000 (Dufourkarte) fällt mitten in die Zeit der Bundesstaatsgründung und die Karte stellt damit eine besondere historische Quelle dar.

Zusätzlich gibt es einen Vorschlag zum Einsatz der interaktiven Karte im Unterricht. Das PDF und den Kommentar für LehrerInnen findet sich unter Didaktisches Material für den 3. Zyklus und die Sekundarstufe II – swisstopo historic als Download zur freien Verwendung.

CfP zur Didactica Historica 8/2022

2021 begeht die Schweiz das 50-Jahr-Jubiläum der Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen. Dieser Moment ist besonders, einerseits weil damit die Schweiz eines der letzten Länder war, das den Frauen die gleichberechtigte Teilhabe am Staat gewährte. Er ist anderseits bedeutsam, weil es das männliche Stimmvolk war – nicht etwa ein Parlament oder eine Regierung –, das sich zu diesem Schritt entschied, was auf eine tieferliegende Veränderung in den Geschlechterverhältnissen der damaligen Zeit hinweist.

Die DIDACTICA HISTORICA 8.2022 lässt in ihrem Dossier aus diesem Anlass zurückblicken auf die Geschichte der Geschlechterverhältnisse, des Feminismus und der Kämpfe der Frauen um die Emanzipation, um die Beteili-gung an der Macht im Staat und um die gesellschaftliche Gleichberechtigung hier und im weltweiten Vergleich, in früheren Zeiten und heute.

Der Call for Papers ist ist auf den 30. März 2021 terminiert.

Solidaritätsadresse

Solidaritätsadresse aus Anlass des tödlichen Attentats auf den Geschichtslehrer Samuel Paty nahe Paris am 16.10.2020

Der Vorstand der Deutschschweizerischen Gesellschaft für Geschichtsdidaktik schließt sich der Solidaritätsadresse der deutschen Konferenz für Geschichtsdidaktik mit Nachdruck an und möchte damit die Anteilnahme an dem inakzeptablen Attentat zum Ausdruck bringen. 
Für die Solidaritätsadresse: https://www.historicum.net/kgd/nachrichten/artikel/solidaritaetsadresse-des-kgd-vorstandes

Für den Vorstand
Die Präsidentin
Béatrice Ziegler

Landesmuseum-Blog: Nidwalden 1798

Eduard Zimmermann (1872–1949), Entwurf zum «Überfall-Denkmal» 1898.Nidwaldner Museum, Stans

Kurt Messmer nimmt sich diesmal der Erinnerungskultur zum «Franzosenainfall» in Nidwalden 1798 an. Er zeigt am Beispiel eines nicht realisierten Entwurfs für das «Überfalldenkmal» auf dem Allweg, wie historische Ereignisse umgedeutet werden und stösst eine Denkmaldebatte an.

https://blog.nationalmuseum.ch/author/kurt-messmer/

https://blog.nationalmuseum.ch/blog-abonnieren/

Eben erschienen: «The Teaching of the History of One’s Own Country»

The question concerning the importance of history teaching at school is closely linked to the one concerning the mediation of the history of one’s own country. Over the past few years discussions and debates about its meaning, content and functions have, however, increased. But the mediation of the history of one’s own country is a precarious undertaking.

The volume presents theoretical considerations, empirical studies and practical case examples from a comparative and international perspective. In different states and school systems it becomes clear how the history of one’s own country or the nation is conveyed and against what political and social background this happens.

Einleitung

Buchseite des Verlages

Digital unterrichten

Hier kommen laufend Beiträge aus dem Netz zum aktuellen Corona-Thema Nr. 1 (in unseren Kreisen): Digitale Lehre und digitaler Unterricht:

infoclio (Team des Historischen Seminars der Universität Luzern): Teaching in Times of Corona: Ein Erfahrungsbericht des Historischen Seminars Luzern: https://infoclio.ch/de/teaching-times-corona-ein-erfahrungsbericht-des-historischen-seminars-luzern

PhFT (Marko Dematowsky und Gerhard Lauer): Präsenz der Lehre zwischen Prä- und Postcoronazän. Ein Essay:
Teil 1: https://www.phft.de/praesenz-der-lehre-zwischen-prae-und-postcoronazaen-ein-essay-1/
Teil 2: https://www.phft.de/praesenz-der-lehre-zwischen-prae-und-postcoronazaen/

youtube: #digifernunterricht: Der Kanal von Philippe Wampfler mit gefühlten tausend Videos zur Theorie und Praxis digitalen Ferunterrichts.

Landesmuseum-Blog: Heil dir Helvetia, hast noch der Töchter ja

Warnung am Vorabend des Nationalfeiertags: Die Geschichte muss umgeschrieben werden. Nicht von Männern wurde die Schweiz gegründet, sondern von Frauen – nachgewiesen mit Denkmal und Foto!

Wild wie in einem Urner Föhnsturm geht es in diesem Beitrag zu. Gleich sechs der mächtigsten Fürsten Europas machen Helvetia den Hof. Bald darauf geht sie auf einem abenteuerlichen Gefährt in die Luft, hat dann aber genug von «Heil dir, Helvetia» und steigt vom Sockel. Heute empfängt sie uns ebenso freundlich wie souverän im Landesmuseum. Doch was hat sie bloss mit ihrem Speer gemacht?! 

Hier die gewohnten Links:

https://blog.nationalmuseum.ch/author/kurt-messmer/

Lesestoff: der Pressespiegel der SGG

EInmal im Monat bedient die SGG ihre MItglieder mit einer Auswahl an Presseberichten über aktuell diskutierte historische Themen. Die Juli-Ausgabe vereint einige spannende Artikel zum Thema Kolonialismus und Rassismus in ihrer beduetung für die Schweizer Geschichte. Einige der Artikel und Interviews taugen auch sehr gut als Material für den Unterricht.

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SGG-Newsletter 2020/6
 
SGG-BONUSPressespiegel: Untenstehend finden Sie unsere monatliche Auswahl von Medienbeiträgen zur Geschichte und Geschichtswissenschaft in der Schweiz. Wir wünschen eine gute Lektüre!Rassismus, WoZ, «Dieser Entwurf ist eine tolle Basis», WoZIl passato politico delle statue, la Regione«Les Noirs ne veulent plus payer un impôt sur la couleur de peau», Le TempsSklavenhandel brachte hohe Gewinne, ist aber nicht die Basis des heutigen Wohlstands, NZZaSDer heilige Mohr, SonntagsBlick MagazinEt si la France était malade du général de Gaulle?, Le Matin Dimanche«Koloniales Denken wirkt überall nach», Tages-AnzeigerDie Schweizer Mitkämpfer in der Résistance, NZZ«Die moderne Welt ist auf Basis von Sklaverei, Kolonialismus und Rassismus entstanden», Bieler TagblattCes Suisses que l’esclavage a enrichis, L’illustréDer Krieg, der das Wirtschaftswunder möglich machte, NZZ«Nicht jeder, der eine helle Hautfarbe hat, ist weiss und privilegiert», Schaffhauser NachrichtenKönig Louis-Philipe in Zug auf der Flucht, Luzerner ZeitungMit Blut und Schweiss, NZZaSOrte des Streits und der Versöhnung, Die WeltwochePutin macht den Stalin, NZZGiovanni Basso, il prete anti-pandemia del Seicento, Corriere del TicinoLa traite atlantique a occulté les autres traites négrières, Le Matin Dimanche«Krisen haben der Gleichstellung nie geholfen», Migros-MagazinNZZ Geschichte: Die neuste Nummer von NZZ Geschichte enthält unter anderem einen Beitrag zum «Schlüsselthema» Globalisierung von Sebastian Conrad, eine neue Folge in der Serie «Stunde der Wahrheit» von Marco Jorio, eine Untersuchung zum Doppelagenten Baron d’Elcin von Nadir Weber sowie einen Beitrag Brigitte Studers in der Rubrik «Das historische Buch meines Lebens». Nicht vergessen: SGG-Mitglieder beziehen das Abo mit 25% Rabatt.

Landemuseum-Blog: Sempach 1940 – Souvenir des internés français

Was ist sogenannt grosse Geschichte, was kleine? Eine Frage des Standpunkts. Nicht selten erlebt man die grosse Historie als klein, die kleine als gross. Vielleicht bekamen die Frauen, die in der Kleinstadt Sempach 1940 für die französischen Internierten Hemden, Unterwäsche, Socken und dergleichen sammelten, nur deshalb kein Denkmal, weil es so viele waren, dass sie auf einem Sockel keinen Platz gehabt hätten…

Ein historischer Gegenstand ist geronnene Zeit. Als hätte sich einstiges Leben verdichtet in einem Objekt. Eine alte verbeulte Feldflasche aus Blech ist kein Jahrhundertfund. Aber wenn ein französischer Internierter ein solches Trinkgefäss mit nach Sempach nimmt, bei seiner freundlichen Vermieterin vergisst – oder als Andenken zurücklässt, kann Geschichte dennoch zum Kosmos werden.

Näheres im neuen Landesmuseum-Blogbeitrag von Kurt Messer.